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Das Waldcamp 2015

“MITTELALTERLICHES SPEKTAKULUM“

Auf der Erde nimmt im Jahr 3014 nach dem Besuch unserer galaktischen Freunde wieder alles seinen normalen Lauf. Wenn da nicht dieses eine Ereignis uns schon wieder in ein neues Abenteuer schliddern lässt. Einer unsere genialen Wissenschaftler versuchte bereits seit Jahren am Zeitkontinuum herumzubasteln. Es ist ihm nun gelungen, aber anders als er es sich sicher gedacht hat. In einer Kettenreaktion breitet sich sein Experiment über die gesamte Erde aus. Eine riesige leuchtende Welle wälzt sich unaufhaltsam über unseren Planeten und entfernt sich dann ins Weltall.

Schon dachten alle, es ist nichts passiert als sich über uns am Himmel ein riesiger Trichter öffnete und  alles einsog, was sich lose auf der Erdoberfläche befand. Dieser Sog erfasste auch uns. Wir durchquerten diesen Trichter und landeten nach nicht nachvollziehbarer Zeit wieder auf der Erde.

Aber - was ist das? Wir landeten an einem Waldrand und sahen, dass auf einer großen Wiese, etwas entfernt von uns, gerade etwas vorbereitet wurde.

Wir schlichen uns etwas näher heran und erkannten seltsam gekleidete Menschen. Sie trugen Kleidung, die uns aus Filmen bekannt war und in längst vergangene Zeiten gehörten. Auch waren keine Autos oder Transporter zu sehen. Pferdegespanne, einfache Arbeitsgeräte ????? Sind wir in einem Film?

Plötzlich rannten einige kleine Kinder auf den Waldrand zu und sahen uns natürlich gleich. Von ihnen erfuhren wir, wo wir waren. Also waren die Zeitexperimente erfolgreich. Leider brachten sie uns unkontrolliert in die Vergangenheit. 

Wir waren nicht weit weg von dem Ort, wo wir heute leben, allerdings im Jahre 1615.

Die Kinder besorgten uns passende Kleidung und wir begaben uns mit auf die Wiese, um mehr über die Aktivitäten dort zu erfahren.

Es sollte in den nächsten Tagen ein großes Fest stattfinden, an dem, wie es zu dieser Zeit üblich ist, ein jeder Bürger teilnimmt. Die Bauern und Landsknechte der Region sind mit dem Aufbau des Festplatzes betraut worden und sind natürlich an ihren typischen Kleidungsstücken und Arbeitsgeräten zu erkennen.

Schon einige Tage vor dem Wiesenspektakel finden sich die Puppenspieler, Gaukler, Artisten und fahrenden Sänger auf dem Platz ein und finden auch gleich den Platz für ihre Utensilien. Sie bauen auch gleich ihre Spielbühnen auf und proben schon im Vorfeld für das Festwochenende.

Für die Mönche, aus dem nahe gelegenen Kloster Jacobsdorf, wird ein extra Zelt aufgebaut. In dem können die Klosterbrüder ihre Andacht zwischen den Festlichkeiten verrichten. Im Zelt stehen mehrere Eichenfässer mit Bier, da sie in der Fastenzeit kein Fleisch essen dürfen, ihnen aber der Genuss von Bier erlaubt sei.

Gleich daneben steht das Zelt für die Nonnen, die ebenfalls bei diesem Fest nicht fehlen wollen und auch wieder einmal mit ihren Mönchsbrüdern eine Party feiern möchten.

Die Inquisition hat in den Kerkern noch einige der Hexerei Angeklagte eingesperrt. Sie haben nicht abgeschworen und sollen als Höhepunkt des Festes auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Für die Rittersleute und die Edelfrauen wird zu diesem Anlass eine entsprechende Sitzerhöhung mit weichen Kissen hergerichtet. Die Ritter werden natürlich auch ihre Kräfte im Schwertkampf und beim Tjosten messen. Weiterhin finden sich an den Ständen eine Vielzahl zeittypischer Landesgenossen. Hier wird alles für den Barbier vorbereitet, der nicht nur die Haare schneidet, sondern auch die schlechten Zähne herausreißt. Am Stand der Köhler wird natürlich Holzkohle feilgeboten. Der Metzger hat frisch geschlachtete Tierkadaver in der Auslage. Schaf, Hase, Hühner warten auf die Kaufwilligen. Die Fischer präsentieren in Holzwannen von ihnen gefangene Fische und haben natürlich auch Salz und Trockenfisch, der seinen typischen Geruch über den Festplatz verbreitet und somit den Weg zum Verkaufsstand weist. Die Weberinnen zeigen ihr Können auf dem Webstuhl, spinnen Garn und verkaufen natürlich ihre selbst hergestellten Sachen. Ein Minnesänger lässt bereits Tage vorher seine Laute erklingen und schmettert seine Liebeslieder in den Abendhimmel. Die Feuerwehrleute bauen direkt an der Spree ihre Handpumpe auf und errichten ein Zelt für die Feuerwehrmänner. Auch hier stand die Sicherheit schon ganz oben auf dem Plan. Denn bei den vielen Attraktionen, den Gauklern mit Feuerspeier und Jongleuren mit brennenden Reifen ist das sehr wichtig.

Und der Scheiterhaufen muss nach der Hexenverbrennung auch gelöscht werden. Es wird sich so mancher Landsmann bei diesem Fest unter die Schaulustigen mischen. Die Flusspiraten lassen sich das bestimmt nicht entgehen. Und wir erfahren, dass diese mit den Wikingern aus dem hohen Norden gerade einen erbitterten Kampf um die Brandenburger Gewässerstraßen führen. Hoffentlich treffen sie nicht beim Fest aufeinander und fangen einen Kampf an!! Es wurde uns berichtet, dass ein Hussitenstamm aus dem Süden bis hier hervorgedrungen ist und die Gegend unsicher macht. Aber wir glauben, wenn es ums Feiern geht, werden auch die rauen Kerle ganz fromm.

Wir sind schon sehr gespannt auf dieses Wochenende und fragen, wie es denn mit der ärztlichen Versorgung aussieht?

Ja, natürlich unseren Medicus haben wir auch vor Ort. Er lässt sich keine Gelegenheit entgehen, um mit seinen grausamen Instrumenten, wie Knochensägen und stumpfen Nadeln, die Verletzten noch mehr zu quälen. Aber wenn man nur zuschaut, ist das schon ok und wir denken sicher, wie bei uns, in einem der Horrorfilme. Plötzlich sehen wir einen Lichtblitz am Himmel, noch einen und einen weiteren. Ganz in der Nähe leises Flüstern und wir treffen auf drei Gestalten, die gleich ganz verwirrt nach Erklärungen suchen. Sie sind lustig gekleidet. Blümchenhemden, eine Gitarre und Strohhüte. Nach einer kurzen Verständigung erklären sie uns, das sie Hippies aus der Flower - Power Zeit  der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts sind  und unserem zeitreisenden Wissenschaftler aus dem Jahre 3014 begegnet sind und nun hier gelandet seien. Sie nehmen es leicht und freuen sich auf das bevorstehende Fest.

Aber was ist mit dem zweiten Blitz? Wir machen uns auf die Suche. Weit weg kann es nicht sein und wirklich, wir finden drei total verschüchterte kleine Menschen, in Tierfelle gekleidet, sie wild mit ihren Speeren, die Steinspitzen tragen, in unsere Richtung fuchteln. Wir können sie beruhigen, verstehen aber ihre Lautäußerungen nicht. Es müssen Menschen aus der Steinzeit sein, die ebenfalls den Weg mit unserem zeitreisenden Zeitgenossen kreuzten und nun hier sind. Etwas scheu und misstrauisch folgen sie uns, um auch an diesem Fest teilzunehmen. So, nun werden wir erst einmal dieses Wochenende hinter uns bringen uns sind gespannt, was uns in dieser Zeit erwartet.

Werden weitere Gäste kommen? Welche Überraschungen wird es geben? Was gibt es zu erleben auf so einem “ Mittelalterlichen Spektakulum“? Und dann die Frage - werden wir danach je wieder in unsere Zeit zurückgelangen?


Mittelaltercharaktere 

 

Mönche
Kirchengemeinde Jacobsdorf


Nonnen
JFW Jacobsdorf


Puppenspieler


Gaukler
Kinderheim Clara Zetkin


Bauern und Landsknechte


Rittersleute
JFW Berkenbrück


Feuerwehr im Mittelalter


Edelleute/Frauen


Fahrende Sänger - Musikanten
PSV Silberregen Oder-Spree e.V.


Zeitreisende Steinzeit


Zeitreisende Hippies


Wikinger
AWO Frankfurt 


Friseure - Barbiere 


Artisten
Artistenverein Fürstenwalder Sternchen 


Medicus und Studenten 


Flusspiraten
JFW Lichtenberg


Holzfäller - Köhler


Fleischer - Metzger


Fischersleute


Weberinnen


Minnesänger


 Inquisition - Hexenverbrennung


Hussitentum
Tschechische Gruppe

 

Stand: 12.01.2015

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